Adresse

Stiftskirche
Kirchplatz
91555 Feuchtwangen

Öffnungszeiten

Im Winter von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet

Im Sommer von 9 bis 19 Uhr geöffnet

 

 

 

 

 

 

 

Stiftskirche

Eines der Wahrzeichen der Stadt ist die Stiftskirche. Die ehemalige Klosterkirche verfügt über beachtliche romanische Baureste. Gotischen Stil findet man vor allem am Chor. Der Marienaltar wurde 1484 von Michael Wogemut, dem Lehrer Albrecht Dürers, geschaffen. Das geschnitzte Chorgestühl ist eine schwäbisch-fränkische Arbeit aus der Zeit um 1500.

Der Ursprung von Kloster und Stiftskirche in Feuchtwangen liegt, wie bei so vielen Orten, im Dunkel der Geschichte.
Manches deutet auf eine Gründung im letzten Drittel des 8. Jahrhunderts hin. Benediktinermönche haben die erste Kloster-Kirche erbaut. Spätestens in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde der Kreuzgang erbaut. Durch Stilvergleiche kann er der Hirsauer Schule zugeschrieben werden.

In der Romanik wurde die Kirche prächtig erweitert. Davon zeugen das Westwerk mit seinem ungleichen Turmpaar und das Westportal. Beides sind Werke der Ellwanger Bauhütte. In der Vorhalle haben sich spätromanische / frühgotische Fresken erhalten. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wird das Benediktinerkloster in ein Augustinerchorherrenstift umgewandelt. Im späten Mittelalter wird der Chor gotisch umgestaltet. 1483 (nach anderen Quellen: 1484) fertigt Michael Wohlgemuth aus Nürnberg, der Lehrer Albrecht Dürers, den spätgotischen Marienaltar. Vielleicht ein Hinweis auf das damalige Kirchenpatrozinium. Denn „Stiftskirche" bezeichnet nicht den Namen unseres Gotteshauses, sondern weist auf seine Funktion hin. Ursprünglich war die Kirche „Sankt Salvator", dem „heiligen Erlöser" (gemeint ist Jesus Christus) geweiht.Aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt das Chorgestühl, das dem Umfeld der berühmten Bildhauerfamilie Syrlin zugeschrieben wird. Nachdem sich in Feuchtwangen schon früh die Lehre Martin Luthers durchsetzte, erlosch das Stift Mitte des 16. Jahrhunderts und wurde vom Landesherrn, dem Ansbacher Markgrafen, eingezogen. Erst seit 1623 ist die Stiftskirche per markgräflichen Erlass die Gemeindekirche der Stadt Feuchtwangen. Bis dahin hatte diese Funktion die benachbarte Johanniskirche inne. Um 1700 barockisierten unbekannte Künstler die Kirche: Eine Kassettendecke wurde im Langhaus eingezogen, Kanzel und Orgelprospekt dem damaligen Zeitgeschmack angepasst.In den beiden Türmen hängen neun, z. T. historisch sehr wertvolle Glocken, so die Karlsglocke auf dem Nordturm aus dem frühen 13. Jahrhundert. Namensgeber ist Karl der Große, der legendäre Gründer des Feuchtwanger Klosters.

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